Bodenrecht

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Ziele des BGBB

  • fördern des bäuerlichen Grundeigentums
  • bodenbewirtschaftende Familienbetriebe erhalten
  • Strukturen verbessern
  • Selbstbewirtschafter stärken
  • übersetzte Preise bekämpfen

Geltungsbereich
Das BGBB vom 4. Oktober 1991 gilt für folgende Grundstücke:

  • Grundstücke die ausserhalb einer Bauzone liegen
  • Grundstücke die landwirtschaftlich nutzbar sind
  • Grundstücke welche grösser oder gleich 25 Aren bzw. für Rebland grösser oder gleich 15 Aren sind
  • landwirtschaftliche Grundstücke unter 25 Aren, Waldgrundstücke sowie betriebsnotwendige Gebäude mit Umschwung in der Bauzone, wenn sie Bestandteil eines landwirtschaftlichen Gewerbes (min. 1.0 SAK) sind
  • gemischte Grundstücke (landwirtschaftliche/nichtlandwirtschaftliche Nutzung), sofern sie nicht entsprechend der Nutzungszone aufgeteilt sind

Erwerb von landwirtschaftlichen Grundstücken
Wer ein landwirtschaftliches Grundstück, welches grösser oder gleich 25 Aren (Rebland 15 Aren) oder ein landwirtschaftliches Gewerbe erwerben möchte, benötigt eine Bewilligung des kantonalen Landwirtschaftsamtes. Dabei werden folgende Kriterien geprüft:

  • ist der vorgesehene Erwerber Selbstbewirtschafter
  • ist der Erwerbspreis übersetzt
  • liegt das Grundstück im ortsüblichen Bewirtschaftungsbereich (Fahrdistanz ca. 6 km)

Keiner Bewilligung bedarf der Erwerb unter anderem:

  • durch die Erben
  • die Nachkommen, den Ehegatten, die Eltern, ein Geschwister oder Geschwisterkind des Veräusserers
  • Miteigentümer

Ausnahmen vom Prinzip der Selbstbewirtschaftung können nach Art. 64 BGBB bewilligt werden, wenn z. B. kein Angebot eines Selbstbewirtschafters nach öffentlicher Ausschreibung vorliegt.

Vorkaufsrecht des Pächters
Wird ein verpachtetes, landwirtschaftliches Grundstück veräussert, hat der Pächter ein gesetzliches Vorkaufsrecht am Pachtgegenstand, wenn er dieses mindestens 6 Jahre gepachtet hat und Eigentümer eines landwirtschaftlichen Gewerbes im ortsüblichen Bewirtschaftungsbereich ist. Das Vorkaufsrecht ist im Streitfall auf dem zivilrechtlichen Weg durchzusetzen.

Telefonische Auskunft erteilt das kantonale Landwirtschaftsamt: +41 52 674 05 20

BGBB - Gesuchsformular