Frauenstatuette

Diese Seite drucken (in neuem Fenster)
Ritzzeichnung von zwei sich folgenden Wildpferden auf einem Lochstab aus Rengeweih (öffnet vergrössertes Bild in neuem Fenster)

Die Statuette wurde 1954 von W. Mamber im Aushub der alten Grabung von Jakob Nüesch gefunden und gelangte 1975 als Schenkung an das Völkerkundemuseum (heute Museum der Kulturen) Basel.
Die Figur wurde aus einem Gagatstück von gegen 30x10x10 mm zugearbeitet. Sie ist 28 mm lang, 8 mm breit und 6 mm dick im Bereich des Oberkörpers, nur 4 mm im Bereich der Beine. Am Stück sind die Schnittspuren der Bearbeitung noch deutlich erkennbar. Auf der Vorderseite wurde die ursprüngliche Oberfläche des Werkstückes weitergehend abgearbeitet. Am erhabensten wurde der Brustbereich belassen, während der Kopf- und der Beinbereich flach abgearbeitet worden sind. Zur Kennzeichnung der Brüste wurde der Oberkörper durch eine V-Kerbe eingeschnitten. In gleicher Art sind auch die Beine durch eine V-Kerbe getrennt. Die Rückseite der Figur zeigt dagegen weitgehend noch die ursprüngliche Oberfläche. Einzig im Unterkörperbereich wurde zur Trennung der Beine wiederum eine V-Kerbe eingeschnitten. Insgesamt wirkt die ganze Figur eckig und unfertig; möglicherweise handelt es sich dabei erst um ein Werkstück.
Ganz ähnliche stilisierte Figuren sind vom Petersfels bei Engen (Baden-Württemberg) bekannt. Drei weitere Figuren stammen von Monruz NE; ein einzelnes Stück liegt von Moosbühl BE vor. Zahlreiche vergleichbare Darstellungen sind auch von Felswänden und Schieferplatten bekannt.

Objekt:
Skulptur aus Gagat

Datierung:
Paläolithikum, Magdalénien (ca. 14'000-12'000 v.Chr.)

Fundort:
Schaffhausen-Schweizersbild