Front

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Akten der Liquidation der Nationalen Gemeinschaft und ihrer Nebenorganisationen (1933 - 1944)
Im Jahr 1943 erliess der Bundesrat ein Verbot der frontistischen Parteien, Zeitungen und Nebenorganisationen (AS 1943, 539 - 540) und beauftragte den Schaffhauser Regierungsrat mit der Liquidation der Nationalen Gemeinschaft Schaffhausen samt deren Betrieben und Nebenorganisationen (Protokolle des Regierungsrates 1943, 1040 und 1072). Als vollziehende Behörde bezeichnete der Regierungsrat das Konkursamt, das die Akten der Liquidation nach Vollendung des Auftrags im Jahr 1946 dem Staatsarchiv zu übergeben hatte (Protokolle des Regierungsrates 1946, 270 und Schreiben des Konkursamtes vom 26.2.1946 [Unterlagen zu Depositum 29]).
Die Akten der Liquidation umfassen Materialien über die Neue (1933 - 1934) bzw. Nationale Front (1934 - 1940), die Nationale Gemeinschaft und die Eidgenössische Sammlung (1940 - 1943) samt Zeitungen (Grenzbote, die Front), Betrieben und Nebenorganisationen.
Im Jahr 1994 wurden Rechnungen und Korrespondenzen der Druckerei Freudenfels (mit Ausnahme des Jahrganges 1942) kassiert. Weitere Ausscheidungen wurden keine vorgenommen.

Literatur

  • Walter Wolf. Faschismus in der Schweiz. Die Geschichte der Frontenbewegung in der deutschen Schweiz 1930 - 1945. Zürich 1969
  • Matthias Wipf. Das Katholische Vereinshaus als Versammlungslokal rechtsextremer Gruppierungen zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Frontismus, Nationalsozialismus und Fascismo in Schaffhausen. In: Schaffhauser Beiträge zur Geschichte; 76, 1999, 205 - 222. Mit Literaturangaben.