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18.12.2014
Kantonales und städtisches Tiefbauamt werden zusammengelegt und der kantonale Werkhof mit SH POWER erweitert

Die Tiefbauämter von Kanton und Stadt werden zu einem kantonalen «Kompetenzzentrum Tiefbau Schaffhausen» zusammengelegt. Parallel dazu sollen die Werkgebäude von SH POWER in den Kantonalen Werkhof im Schweizersbild umziehen. Die entsprechenden Vorlagen wurden vom Regierungsrat und vom Stadtrat den Parlamenten überwiesen.

Die Tiefbauämter von Kanton und Stadt Schaffhausen haben ähnliche Verwaltungsaufgaben und weitgehend identische operative Tätigkeiten. Durch die Zusammenlegung der Organisationen in ein «Kompetenzzentrum Tiefbau Schaffhausen» werden die Organisationsstrukturen auf der operativen- und der Führungsebene effizienter. Zahlreiche Mitarbeitende werden in den kommenden Jahren in Pension gehen und das Kompetenzzentrum kann sich so über natürliche Abgänge entwickeln. Zudem können die Maschinen und Geräte intensiver genutzt werden. Beide Seiten, Kanton und Stadt, profitieren von einem gemeinsamen «Kompetenzzentrum Tiefbau». Die jährlichen Einsparungen aus den organisatorischen und betrieblichen Synergien werden zusammen mit rund 1.3 Mio. Franken beziffert. Dazu kommen die Synergien in der Gebäudenutzung, da nachher statt zwei nur noch ein Werkhof betrieben wird.

Das «Kompetenzzentrum Tiefbau Schaffhausen» wird eine Organisation des Kantons. Die Angestellten der Stadt werden vom Kanton übernommen. Das «Kompetenzzentrum Tiefbau» wird vertraglich festgelegte Leistungen für die Stadt Schaffhausen erbringen. Die Leistungen können zu einem späteren Zeitpunkt auch anderen Gemeinden angeboten werden.

Zusammenzug im Werkhof Schweizersbild

Der kantonale Werkhof im Schweizersbild lässt eine noch intensivere Nutzung der bestehenden Infrastruktur sowie eine bauliche Erweiterung auf dem Areal zu. Die Stadt Schaffhausen betreibt heute den Werkhof des städtischen Tiefbauamts an der Hochstrasse und die Werkgebäude von SH POWER am Lindli und im Ebnat. Die Verwaltung des städtischen Tiefbauamts ist an der Pfarrhofgasse untergebracht. Die betreffenden Betriebs- und Verwaltungsliegenschaften der Stadt müssen dringend erneuert werden. Investitionen im Rahmen von 30 Millionen Franken wären dafür nötig. Kanton und Stadt haben deshalb die Machbarkeit zur Zusammenlegung der Werkhöfe der Tiefbauämter und der städtischen Werke im Schweizersbild geprüft und Mitte 2013 aufgezeigt (vgl. Medienorientierung vom 26. Juni 2013). In der Zwischenzeit wurde das Gemeinschaftsprojekt konkretisiert und die Vorlagen von Kanton und Stadt den entsprechenden Parlamenten überwiesen.

Finanzieller Nutzen für Kanton und Stadt

Im Vordergrund des Gemeinschaftsprojekts stehen der wirtschaftliche Nutzen und die Verbesserung des Service Public. Sowohl der Baudirektor, Regierungsrat Reto Dubach, als auch Stadtpräsident Thomas Feuer und der städtische Baureferent Raphaël Rohner sprechen von einer Win-Win Situation für Kanton und Stadt.

Der Kanton investiert in die Erweiterung der bestehenden Werkhofinfrastruktur zum «Kompetenzzentrum Tiefbau» rund 8.8 Millionen Franken. Die Abschreibungs- und Zinskosten der Investitionen werden mit den organisatorischen und betrieblichen Einsparungen sowie durch die Mitfinanzierung der Immobiliennutzung durch die Stadt gedeckt. Unter dem Strich erwartet der Kanton durch das Projekt eine jährliche Einsparung von 0.58 Mio. Franken. Auf städtischer Seite wird die Investition in einen neuen Werkhof an der Hochstrasse vermieden und gleichzeitig ein bedeutendes Areal für die Wohnraumnutzung freigespielt. Der einmalige Verkaufserlös des Werkhofareals an der Hochstrasse wird mit 2.7 Mio. Franken beziffert und den Fonds für die Wohnraumentwicklung äufnen. Die Stadt Schaffhausen erwartet unter dem Strich jährliche Einsparungen von 0.41 Mio. Franken. 

Grossteil der Investition in «Neubau Werkhof SH POWER» gedeckt

Der Neubau des Werkhofs von SH POWER ist zwischen dem künftigen Kompetenzzentrum Tiefbau und der Reithalle des Reitvereins Schaffhausen geplant. Das Areal von rund 9‘000 m2 ist im Eigentum des Kantons und wird der Stadt im Baurecht abgegeben. Die Werkbetriebe profitieren von Synergien mit dem Kompetenzzentrum Tiefbau Schaffhausen und umgekehrt. Die beantragte Investition von 19.0 Mio. Franken relativiert sich mit dem geschätzten Verkaufserlös des Areals «Gaaswärk» am Lindli, der auf 16.0 Mio. Franken geschätzt wird.

Regierungsrat Reto Dubach, Stadtpräsident Thomas Feurer und Baureferent Raphaël Rohner fassen das Gemeinschaftsprojekt von Kanton und Stadt anlässlich einer gemeinsamen Medienorientierung vom 18. Dezember 2014 als richtigen Schritt in die gemeinsame Zukunft «Schaffhausen» zusammen. Kanton und Gemeinden müssen künftig enger zusammenarbeiten, damit unser gemeinsames «Schaffhausen» auf hohem Niveau wettbewerbsfähig bleibt.