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21.09.2016
Kanton würdigt MINERGIE®-P/A-Neubauten und MINERGIE®-Modernisierungen

85 Gebäude haben im Kanton Schaffhausen in den vergangenen zwei Jahren einen MINERGIE®-Standard erreicht. Davon haben 11 Gebäude die besten Standards MINERGIE®-P und MINERGIE®-Modernisierung realisiert. Diese Bauherrschaften und -fachleute ehrte Regierungspräsident Reto Dubach im Rahmen der Feier «BEST OF MINERGIE®» am 20. September 2016 im ersten MINERGIE®-A-Gebäude im Kanton Schaffhausen, dem EFH Vögeli-Kuratli in Oberhallau.

Höherer Komfort, bessere Werterhaltung und deutliche Energieeinsparung sind drei der grossen Vorteile der verschiedenen Baustandards MINERGIE® (vgl. Kasten). Setzen Bauherrschaften und Fachleute den energieeffizienten Standard um, leisten sie freiwillig einen Beitrag an die nachhaltige Energieversorgung im Kanton. Dieser Einsatz wird – alle zwei Jahre – im Rahmen eines Anlasses gewürdigt. Seit der letzten Ehrung 2014 haben 85 Bauten einen MINERGIE®-Standard erreicht. 2016 kommen jene Bauherren, Architekten und Planer in den Genuss einer persönlichen Anerkennung, welche in den vergangenen zwei Jahren an der Realisierung der anspruchsvollsten Standards mitgewirkt haben: MINERGIE®-P und MINERGIE®-Modernisierung. «Sie haben gezeigt, dass Eigenverantwortung und Innovation nicht nur leere Worte sein müssen und den Worten Taten folgen lassen», bedankte sich Regierungspräsident Reto Dubach bei der Feier «BEST OF MINERGIE®».

Das erste MINERGIE®-A-Haus im Kanton Schaffhausen

Zurzeit gibt es im Kanton Schaffhausen mehr als 500 Gebäude im MINERGIE®-Standard. Nochmals rund 60 sind im Bau oder in Planung. Zu den «BEST OF MINERGIE®» der letzten beiden Jahre zählen ein MINERGIE®-P-Neubau und neun MINERGIE®-Modernisierungen. Die Feier fand im ersten MINERGIE-A®-Haus im Kanton Schaffhausen, dem EFH Vögeli-Kuratli in Oberhallau statt. Der Bauherr Ulrich Vögeli und sein Architekt Peter Sandri zeigten die Besonderheiten des Gebäudes von Planung bis Zertifizierung an einem Rundgang auf. Die ins Süddach integrierte Solarstromanlage produziert mehr Strom als für Heizung, Warmwasser, Lüftung und Haushalt übers Jahr verbraucht wird, d.h. es ist ein Nullenergiehaus. Das ist möglich, weil nur die energieeffizientesten Haushaltgeräte und Haustechnikgeräte eingebaut wurden. 

Kanton in der Pflicht

Die Energie gehört zu den Schlüsselfaktoren für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung, die Sicherheit und das Weltklima. Die Schweiz hat sich in Paris zur Senkung des CO2-Ausstosses um 50 % verpflichtet. Die eidgenössischen Räte beraten in dieser Herbstsession die Energie 2050 zu Ende. In beiden Punkten müsse der Kanton Schaffhausen seinen Beitrag leisten, rief Reto Dubach in Erinnerung. Dies gelte im Gebäudebereich, bei der Erzeugung von erneuerbarem Strom sowie im Verkehrsbereich. «Hier bietet die Elektromobilität eine Chance für den motorisierten Individualverkehr.» Ab dem Jahr 2017 wird der Kanton Schaffhausen zudem mit finanzieller Unterstützung des Bundes das Förderprogramm zur Gebäudesanierung wieder etwas erweitern können. Der MINERGIE-Baustandard ist Teil der kantonalen Energiestrategie. Er trägt dazu bei, die Energieeffizienz massiv zu verbessern, fossile Energie zu ersetzen und damit die jährlichen Energieausgaben zu Gunsten von beschäftigungswirksamen Investitionen zu senken. Dadurch lässt sich auch die Abhängigkeit von Drittländern vermindern und die Versorgungssicherheit erhöhen.

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Die energieeffizienten Baustandards MINERGIE®

Während beim Basis-Standard-Minergie neben einer Komfortlüftungsanlage die Anforderungen an die Gebäudehülle um 10 % tiefer als die gesetzlichen Mindeststandards sind, handelt es sich bei MINERGIE®-P um sogenannte Passivhäuser. Deren Gebäudehülle muss um 40 % besser gedämmt werden als der gesetzliche Mindeststandard. Ausserdem umfasst der Standard auch den Einsatz der effizientesten Elektrogeräte. Der MINERGIE®-A-Standard bürgt für ein Null-Heizenergiehaus und ist nur mit der Nutzung von Sonnenenergie zu erreichen. Der Zusatz MINERGIE®-Eco lässt sich mit allen drei Standards kombinieren und bezieht unter anderem Ansprüche an die Umweltverträglichkeit der Baumaterialien und deren Entsorgung mit ein. Weitere Informationen www.minergie.ch