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16.10.2017
Das Land Baden-Württemberg und der Kanton Schaffhausen verstärken die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Regionalen Naturpark Schaffhausen

Heute Nachmittag unterzeichneten der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL und Regierungsrat Ernst Landolt vom Kanton Schaffhausen eine Vereinbarung zur Weiterführung und Verstärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Rahmen des Regionalen Naturparks Schaffhausen. Die Bürgermeisterin bzw. der Bürgermeister der Gemeinden Jestetten und Lottstetten, Ira Sattler und Jürgen Link, gehörten neben dem Präsidenten des Vereins Regionaler Naturpark Schaffhausen Hans Rudolf Meier zu den Mitunterzeichnenden.

„Mit der neuen Vereinbarung legen wir den Grundstein für die Fortführung und Intensivierung der erfolgreichen und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen dem Land Baden-Württemberg, dem Kanton Schaffhausen und den beteiligten Gemeinden für die nächsten zehn Jahre“, sagte Minister Peter Hauk. Die Vereinbarung bilde die Voraussetzung dafür, dass nicht nur der Schweizer Teil des grenzüberschreitenden Regionalen Naturparks Schaffhausen vom Schweizer Bund, sondern auch Projekte mit den beiden deutschen Gemeinden Jestetten und Lottstetten vom Land Baden-Württemberg über die Naturparkförderrichtlinie gefördert werden könnten.

Flora und Fauna, aber auch die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen der Menschen, halten sich bekanntlich nicht an Landesgrenzen. "Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gebiet des Regionalen Naturparks Schaffhausen hat Tradition. Ihre Stärkung ermöglicht mehr regionale Wertschöpfung sowie eine bessere Pflege von Natur und Landschaft", freut sich Regierungsrat Ernst Landolt. Mit der neuen Vereinbarung werden die Möglichkeiten ausgeweitet, nicht zuletzt auch durch die enge Zusammenarbeit mit Baden-Württemberg.

Regierungsvizepräsident Klemens Ficht vom Regierungspräsidium Freiburg hob in seinem Grusswort hervor, dass ein grenzüberschreitender Naturpark keine Selbstverständlichkeit, sondern vielmehr etwas ganz Besonderes sei, das es in dieser Form an keiner anderen Stelle des Regierungsbezirks – und auch Baden-Württembergs – gebe. Das Regierungspräsidium habe daher die Idee eines grenzüberschreitenden Naturparkes von Anfang an unterstützt. In die Zukunft blickend sagte er: „Wir hoffen, dass die so erfolgreich begonnene grenzüberschreitende Kooperation fortgesetzt und zusammen mit dem Naturpark Südschwarzwald intensiviert, möglicherweise sogar auf weitere Naturparke ausgedehnt werden kann. In diesem Sinne sehe ich der Betriebsphase des Regionalen Naturparks Schaffhausen mit großem Interesse, aber auch Spannung entgegen!“

Die neue Vereinbarung ersetzt eine Vereinbarung zwischen den Vertragspartnern zur Errichtungsphase des Regionalen Naturparks Schaffhausen von 2013 bis 2017. Mittlerweile hat sich dieser etabliert. Dem Verein Regionaler Naturpark Schaffhausen gehören inzwischen 15 Gemeinden an. Mit der Erteilung der Betriebsbewilligung durch das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) tritt der Park im Januar 2018 in die Betriebsphase über.

 

Von links: Hans Rudolf Meier, Präsident Regionaler Naturpark Schaffhausen, Bürgermeisterin Jestetten Ira Sattler,Regierungsrat  Ernst Landolt, Vorsteher Volkwirtschaftsdepartement Kanton Schaffhausen,Minister Peter Hauk MdL, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden Württemberg (stehend), Regierungsvizepräsident Klemens Ficht, Regierungspräsidium Freiburg, Bürgermeister Lottstetten Jürgen Link

 

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Der Regionale Naturpark Schaffhausen

Der Regionale Naturpark Schaffhausen entwickelt und fördert innovative Projekte in den Bereichen Landwirtschaft, Gewerbe, Tourismus, Natur, Kultur und Bildung. Die vielseitige Landschaft mit ihren Bewohnern und ihrer ausserordentlichen Vielfalt an Pflanzen und Tieren, die reiche Kultur mit zahlreichen, gut erhaltenen Ortsbildern und traditionellen Festen sowie das lokale Gewerbe mit seinem Knowhow bilden die Eckpfeiler des Naturparks.

Das Gebiet des Regionalen Naturparks Schaffhausen erstreckt sich über eine Fläche von insgesamt 209 km2. Nebst den Schweizer Gemeinden aus dem Klettgau, Randen, Reiat und dem unteren Kantonsteil mit Rüdlingen und Buchberg, umfasst der Naturparkperimeter auch die zwei deutschen Gemeinden Jestetten und Lottstetten. Als derzeit einziger grenzüberschreitender Regionaler Naturpark strebt der Naturpark Schaffhausen eine Entwicklung an, mit welcher die Natur, Wirtschaft und Kultur im Einklang stehen. Zusammen mit zahlreichen Akteuren, Gemeinden, dem Kanton Schaffhausen und Baden-Württemberg gestaltet der Naturpark die schöne Region Schaffhausen.