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06.12.2017
ÖV-Konferenz zum Fahrplanwechsel

Am kommenden Sonntag, 10. Dezember 2017, findet der jährliche Fahrplanwechsel statt. Beim Fahrplan selbst kommt es dabei nur zu kleinen Änderungen: Die Linie 24 wird von Schaffhausen über Opfertshofen bis nach Thayngen verlängert und die Linie 26 dadurch aufgehoben. Auf den Linien 21 und 25 gibt es abends jeweils einen zusätzlichen Kurs. Auf der Gäubahn werden zwischen Singen und Stuttgart künftig moderne IC Doppelstock-Züge eingesetzt. Neu besteht von Zürich nach Stuttgart daher jede Stunde eine IC-Verbindung, wobei bis Ende 2019 zweistündlich in Singen mit schlankem Anschluss umgestiegen werden muss. Künftig wird der Kanton Schaffhausen Teil des Tarifverbundes OSTWIND sein. Das von Flextax gewohnte System, inklusive der Zoneneinteilung, bleibt jedoch erhalten, wie auch die bewährte Anbindung an den ZVV über den Z-Pass.

Heute hat die regionale Verkehrskonferenz Schaffhausen stattgefunden. Sie dient hauptsächlich dazu, Informationen über aktuelle Themen des öffentlichen Verkehrs (ÖV) zu vermitteln, und als Plattform für die Transportunternehmen, um Angebotsänderungen zum Fahrplanwechsel zu kommunizieren.

Die vergangenen Jahre waren geprägt von verschiedenen Herausforderungen. So galt es, die im Agglomerationsprogramm gemachten Versprechungen umzusetzen und gleichzeitig eine nachhaltige Finanzierung zu sichern. Die Arbeiten fielen in eine Zeit mit Sparprogrammen, was die Aufgabe anspruchsvoll machte. Die Abstimmung der Angebote zwischen Baden-Württemberg und der Schweiz zeigte sich ebenfalls als herausfordernd. So mussten konzeptionelle Anpassungen vorgenommen werden, damit dennoch sinnvolle Fahrplankonzepte eingeführt werden konnten. Als Resultat konnte die Weiterführung der Durchbindung der beliebten S24 bis nach Thayngen anstelle der ursprünglich geplanten S9 realisiert sowie der Halbstundentakt im Regionalverkehr zwischen Schaffhausen und Singen gesichert werden.

Beim Betrieb auf den deutschen Strecken über Schweizer Gebiet schloss Baden-Württemberg neue Betreiberverträge ab: So wird zwischen Schaffhausen und Erzingen künftig die SBB GmbH alle Kurse bedienen und zwischen Schaffhausen und Singen die DB Regio. Die S24 der SBB wird weiterhin bis Thayngen verkehren. An den Fahrplänen ändert sich nichts. Die Durchbindung der S22 von Singen nach Jestetten konnte hingegen nicht beibehalten werden und verkehrt künftig in der Nebenverkehrszeit als S22 zwischen Schaffhausen und Jestetten.

Die Integration des Flextax in den OSTWIND ist primär eine administrative Massnahme zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit im öffentlichen Verkehr. Für den Fahrgast ändert sich wenig. Für die wichtigen Verbindungen Richtung Zürich steht weiterhin der bewährte Z-Pass zur Verfügung. Die diesjährigen Tarifanpassungen sind (nach Ablehnung der Flextax-Initiative) zur Kompensation der weggefallenen Tarifsubventionen im Flextax erforderlich. Damit passen sich die Tarife im Kanton Schaffhausen in einem letzten Schritt dem nationalen Niveau bzw. dem Niveau des Tarifverbundes OSTWIND an.

Die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke zwischen Basel und Erzingen macht bedeutende Fortschritte. So wurde nach der Sicherstellung der Finanzierung mit den Planungsarbeiten gestartet. Zudem hat der Bundesrat die Elektrifizierung dieser Strecke in die Vernehmlassungsvorlage zu STEP 2030/2035 aufgenommen. Die Elektrifizierung ist die Basis für alle Verbesserungen des Angebots und die angestrebten Durchbindungen in die Ostschweiz.

Um die Bevölkerung umfassend über das attraktive ÖV-Angebot zu informieren, ist der Kanton dieses Jahr neue Wege gegangen: Heute wurde mit der Grossauflage der „Schaffhauser Nachrichten“ eine Broschüre mit vielfältigen Informationen rund um den ÖV verteilt. Sie soll die Bevölkerung motivieren, den ÖV aktiv(er) zu nutzen, und vermittelt zudem Hintergrundinformationen zum besseren Verständnis der komplexen Zusammenhänge.

Mit dem Ausbau der leistungsfähigen S-Bahn wurde die Basis für ein langfristig ausgerichtetes Gesamtkonzept für Verkehr und Siedlung gelegt. Darauf kann der Kanton nun aufbauen. Der Verkehr auf Strassen und Schienen wird weiter wachsen und die Vorteile der S-Bahn werden in den Vordergrund rücken. Mit einem attraktiven Angebot soll der ÖV künftig noch mehr Fahrgäste transportieren und damit einen Beitrag zur Bewältigung des wachsenden Verkehrsvolumens leisten. Der Kanton wird dazu in den kommenden Jahren verschiedene Optionen für den künftigen Ausbau des Angebots prüfen und umsetzen, dies um sicherzustellen, dass unser ÖV auch in Zukunft im nationalen Vergleich einen Spitzenplatz einnimmt.