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17.01.2018
«Tiefbau Schaffhausen» hat Betrieb planmässig per 1. Januar aufgenommen

Die Bauarbeiten im Werkhof Schweizersbild sind weitgehend abgeschlossen. Der Investitionskredit von 8.78 Mio. Franken wird unterschritten. Das städtische Personal hat den Arbeitgeber von der Stadt zum Kanton gewechselt und die neue Organisation «Tiefbau Schaffhausen» konnte den Betrieb planmässig per 1. Januar 2018 aufnehmen. «Tiefbau Schaffhausen» erbringt mit 65 Mitarbeitenden ab sofort die Tiefbauleistungen für Kanton und Stadt Schaffhausen.

Am 15. November 2015 stimmten die Stimmberechtigten des Kantons mit grossem Mehr dem Kredit betreffend bauliche Erweiterung und Anpassung des Werkhofs Schweizersbild zur Bildung eines Kompetenzzentrums Tiefbau zu. Gleichzeitig genehmigten die Stimmberechtigten der Stadt Schaffhausen den Rahmenvertrag zur Übertragung der Tiefbauleistungen an die kantonale Dienststelle «Tiefbau Schaffhausen». Zum Vorteil der Bevölkerung von Kanton und Stadt gibt es zukünftig nur noch einen Ansprechpartner. Durch die Zusammenlegung der heutigen Tiefbaubetriebe werden betriebliche Synergien erreicht und die Stadt kann attraktiven Wohnraum an der Hochstrasse frei spielen. Vom Projekt profitieren Kanton und Stadt Schaffhausen.

Seit Sommer 2016 wurde auf dem Werkhofareal unter der Leitung des kantonalen Hochbauamts intensiv gebaut. Die imposante Salzsiloanlage mit gesamthaft 800 Tonnen Lagerkapazität steht bereits seit Frühjahr 2017. Die Erweiterung des bestehenden Verwaltungsgebäudes mit einem Neubau und das neue Mannschaftsgebäude wurden just per Ende 2017 fertiggestellt. Ebenfalls wurden die zusätzlichen Fahrzeugunterstände erstellt. Die Umgebungsarbeiten werden planmässig im Frühjahr 2018 abgeschlossen. Der «Campuscharakter» des Werkhofs Schweizersbild hat betriebliche Vorteile und die schlichte, funktionale Architektur der Baukörper ist gelungen, stellt Baudirektor Martin Kessler anlässlich einer Begehung des neuen Werkhofs fest. Der vom Volk genehmigte Projektkredit von 8.78 Mio. Franken wird unter Berücksichtigung der noch nicht erstellten Halle für die städtische Entsorgungsabteilung um rund 8 % unterschritten.

Die organisatorischen Vorbereitungen wie die Organisationsentwicklung, die Leistungsbeschriebe und die Arbeitsabläufe zwischen Kanton und Stadt sind von grosser Wichtigkeit für einen effizienten Betrieb und zur Erfüllung des erwarteten Service Public. Die Verantwortlichkeiten von «Tiefbau Schaffhausen» im Unterhalt der Strassen, Wege und Plätze sowie den städtischen Gewässern wurden in einem detaillierten Leistungskatalog erfasst. Die Abläufe zur Entwicklung und Umsetzung von Projekten sind ebenfalls definiert. Stadträtin Katrin Bernath ist überzeugt, dass die Voraussetzungen für eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Stadt und «Tiefbau Schaffhausen» gegeben sind. Die Abgrenzungen zu den anderen städtischen Betriebsorganisationen stehen fest. Die Abfallentsorgung bleibt eine städtische Abteilung des Baureferats und der Betrieb, Unterhalt und Ausbau der Kanalisation wurde an «SH Power» übertragen.

Regierungsrat Martin Kessler und Stadträtin Katrin Bernath würdigten die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Kanton und Stadt in der Projektumsetzung. Das Gemeinschaftsprojekt sei aber noch nicht beendet, sind sich der Vorsteher des Baudepartements und die städtische Baureferentin einig. Nun stehe die Konsolidierung der neuen Organisation und damit verbunden die Optimierung des Betriebs an. Auf kantonaler und städtischer Seite stehen etliche Tiefbauprojekte an. «Tiefbau Schaffhausen» erbringt Leistungen im Betrieb, Unterhalt und Ausbau der kantonalen und städtischen Strasseninfrastruktur sowie der kantonalen und städtischen Fliessgewässer. Ausserdem ist Tiefbau Schaffhausen für Konzessionen und Bewilligungen von Gewässernutzungen und im Materialabbau zuständig. Den betrieblichen Unterhalt der Nationalstrasse A4 mit dem Fäsenstaub-, Cholfirst- und Galgenbucktunnel erbringt «Tiefbau Schaffhausen» im Auftrag des Bundes.