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19.02.2008
Schaffhauser Wohnbevölkerung bleibt stabil


Ende 2007 hatten 74'372 Personen ihren ständigen Wohnsitz im Kanton Schaffhausen. Dies entspricht einer Zunahme von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, welche aber im Wesentlichen auf einer Verschiebung von zwei Ausländergruppen beruht. Sie ist darauf zurückzuführen, dass im Rahmen der Personenfreizügigkeit die Kontingentierung der Aufenthaltsbewilligungen für Personen aus den alten EU-Mitgliedstaaten auf den 01.06.2007 aufgehoben wurde. In der Folge wurde eine Mehrheit der bestehenden Bewilligungen von Kurzaufenthaltern in Aufenthaltsbewilligungen umgewandelt. Diese Personen erscheinen neu in der ständigen Wohnbevölkerung.

Stabile Einwohnerzahl

58'201 Schweizer und 16'171 Ausländer, das heisst total 74'372 Personen, lebten Ende 2007 mit einem ständigen Wohnsitz im Kanton Schaffhausen. Das sind 660 Personen (+0,9%) mehr als im Vorjahr. Es handelt sich dabei jedoch zum grössten Teil um ein statistisches Bevölkerungswachstum. Aufgrund der beschränkten Anzahl Kontingente für Aufenthalter erhielten mehrere Hundert Personen nur die Kurzaufenthaltsbewilligung. Nach dem 01.06.2007 wurde es möglich, ihnen die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Die im Zusammenhang mit der Personenfreizügigkeit geäusserte Befürchtung einer grossen Einwanderungswelle blieb auch nach der Aufhebung der Kontingentierung aus. Die Abnahme der Zahl der Kurzaufenthalter und die Zunahme der Zahl der Aufenthalter im Jahr 2007 halten sich in etwa die Waage. Deshalb blieb die Wohnbevölkerung im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Rund 300 Einbürgerungen

Der schweizerische Bevölkerungsteil blieb im Jahr 2007 konstant, die Abnahme von 15 Personen (-0,03%) ist zufallsbedingt. Diese stabile Situation ergibt sich aufgrund der Einbürgerungen von 322 Personen aus 37 verschiedenen Ländern. 80 Prozent erwarb im Rahmen einer ordentlichen Einbürgerung das Schweizer Bürgerrecht. Ein Drittel der Eingebürgerten war in der Schweiz geboren und gehörte somit vor der Einbürgerung zur zweiten oder dritten Ausländergeneration. Über die Hälfte der Einbürgerungen entfiel auf Personen aus Ländern des ehemaligen Jugoslawien. Löhningen, Thayngen und Neunkirch verzeichneten die grösste Zunahme an Schweizern. Die Stadt Schaffhausen, Neuhausen am Rheinfall und Hallau verloren am meisten Schweizer.

21,7 Prozent Ausländer

Unter Berücksichtigung der erwähnten Umwandlung von Kurzaufenthalts- in Aufenthaltsbewilligungen nahm die ausländische Bevölkerung um 675 Personen (+4,4 %) zu, und zwar vor allem in der Stadt Schaffhausen und in Neuhausen am Rheinfall. Ende 2007 betrug der Ausländeranteil im Kanton Schaffhausen 21,7 Prozent, in der Stadt Schaffhausen 26,1 Prozent, in Neuhausen am Rheinfall 34,0 Prozent und in den Landgemeinden durchschnittlich 13,0 Prozent.

Wachstum in zentrumsnahen Landgemeinden

Verglichen mit dem Bevölkerungsstand vor fünf Jahren konnten sich vor allem die zentrumsnah gelegenen Landgemeinden über ein Bevölkerungswachstum freuen. Im Vergleich dazu verzeichneten die Stadt Schaffhausen, Neuhausen am Rheinfall und die peripher gelegenen Landgemeinden eine Bevölkerungsabnahme. Seit 2003 nahm die ständige Wohnbevölkerung im Kanton Schaffhausen um 623 (+0,8%) zu.


Bevölkerungserhebung:
Gezählt werden die Schweizer und die ausländische Bevölkerung mit einer Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) oder einer Niederlassungsbewilligung (Ausweis C), die vorläufig Aufgenommenen (Ausweis F) und die Angestellten der Deutschen Bahn (Staatsvertrag), weil diese Bevölkerungsgruppen ihren Wohnsitz über längere Zeit hinweg in unserem Kanton begründen. Nicht gezählt werden die Kurzaufenthalter (Ausweis L) und die Asylsuchenden (Ausweis N), weil bei diesen Bevölkerungsgruppen von einer klar begrenzten Aufenthaltsdauer ausgegangen wird.


Beilagen:

Kanton Schaffhausen
Wirtschaftsamt
Mühlentalstrasse 105
CH-8200 Schaffhausen