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27.09.2018
Radweg Wangental: Der Wegabschnitt entlang dem Bach wird umfahren

Zwischen Osterfingen und Jestetten ist ein Naturradweg geplant, welcher eine Lücke im grenzüberschreitenden Radwegnetz schliesst. Der Radweg hat eine touristische Bedeutung und dient auch dem Schülerverkehr zwischen den deutschen Gemeinden Klettgau und Jestetten. Im Dezember 2017 erfolgte die öffentliche Auflage. Aufgrund von Einsprachen wurde das Auflageverfahren im Frühjahr 2018 sistiert. Gefordert wurde eine geänderte Linienführung wegen der geschützten Bachmuschel im Seegraben. Das Projekt wurde nun überarbeitet. Das umstrittene Wegstück wird nun umfahren.

Das im Dezember 2017 öffentlich aufgelegte Radwegprojekt durch das Wangental führte zu sechs Einsprachen von Naturverbänden, der Jagd und von Privatpersonen. Ab dem Bad Osterfingen war eine Linienführung entlang dem Bach Seegraben geplant, welche den bestehenden Feldweg um ein Teilstück von rund 150 Meter erweitert hätte. Insbesondere gegen diesen Abschnitt wehrten sich die Naturverbände und Privatpersonen, welche die im Bach lebende Muschel durch den Bau und Betrieb des Radwegs als gefährdet sehen. Obwohl die Frage nach der Möglichkeit einer einseitigen Ausscheidung des Gewässerraums gerichtlich noch nicht geklärt ist, beauftragte das Baudepartement die federführende Dienststelle «Tiefbau Schaffhausen», eine alternative und nach wie vor attraktive Linienführung im Talboden zu suchen, um das Projekt nicht weiter zu verzögern. Eine Linienführung über die höhenmässig unattraktive Flurstrasse durch die Reben zwischen Osterfingen und «Hinderi Abtshaalde» stellt keine Option dar und entspricht auch nicht dem politischen Auftrag des Kantonsrats. Dieser forderte mit der Revision des Strassenrichtplans im Jahr 2013 die Verlegung der Radroute in den Talboden.

Unter Einbindung des Planungs- und Naturschutzamts, des für den Gewässerschutz zuständigen interkantonalen Labors und des Gemeinderates von Wilchingen wurde die geänderte Linienführung nun festgelegt. Der Radweg führt neu über die bestehende Flurstrasse vorbei am Grundwasserpumpwerk «im Boden hinten» zum Waldrand, von wo er über den Feldweg bis zur «Abtshaalde» weitergeführt wird. Das Teilstück bis zum Waldrand wird land- und forstwirtschaftlich intensiv genutzt und die Wegoberfläche entsprechend beansprucht. Zur Vermeidung von hohen Unterhaltskosten und zur Sicherstellung einer genügenden Wegqualität für den Velofahrer ist deshalb in diesem Teilstück der Einbau eines Asphaltbelags vorgesehen. Neben der geänderten Linienführung wurde in denjenigen Abschnitten, welche durch die Landwirtschaft wenig benutzt sind, die Wegbreite auf ein Minimum reduziert.

Das überarbeitete Radwegprojekt wird ab Freitag, 28. September 2018 öffentlich aufgelegt. Die Realisierung dürfte frühestens ab 2019 möglich sein.