Praktische Führerprüfung

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Die praktische Führerprüfung umfasst:
Das Fahren im Verkehr mit der Bedienung des Motorfahrzeugs und gegebenenfalls des Fahrtschreibers. Das Anpassen an die Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnisse und an die Besonderheiten von Fahrzeug und Ladung; Manövrieren unter Beachtung des übrigen Verkehrs, sowie Fahren auf Autobahnen und Autostrassen.
Wer die praktische Prüfung nicht besteht, kann sie in der Regel nach (ca. einem Monat) wiederholen.

Die Zulassung zu einer dritten praktischen Prüfung kann nur erfolgen, wenn ein(e) Fahrlehrer(in) auf der Anmeldung die abgeschlossene Ausbildung bestätigt.
Wird die Führerprüfung dreimal nicht bestanden kann der/die Bewerber/in zu weiteren Prüfungen nur aufgrund eines die Eignung bejahenden Tests durch die Zulassungsbehörde zugelassen werden.

Wird die Führerprüfung viermal nicht bestanden, oder ist der Eignungstest nach der dritten Prüfung negativ ausgefallen, so kann der/die Bewerber/in zu einer weiteren Prüfung nur aufgrund eines die Eignung bejahenden verkehrspsychologischen Gutachtens zugelassen werden.

Bitte beachten Sie, dass aus organisatorischen Gründen der Führerausweis nicht unmittelbar nach der bestandenen Prüfung ausgehändigt werden kann. Dieser wird Ihnen nach einigen Arbeitstagen per Post zugestellt.

Selbstverständlich dürfen Sie nach erfolgreicher Prüfung in der Schweiz sofort fahren. Sie erhalten dazu im Lernfahrausweis einen entsprechenden Eintrag. Grundsätzlich raten wir jedoch von Fahrten mit dem Lernfahrausweis ins Ausland ab.

 

Prakt. Führerprüfung - Allgemeine Anforderungen

Allgemeines zum Prüfungsfahrzeug
Das Fahrzeug muss sich in betriebssicherem Zustand befinden. Bei winterlichen Strassenverhältnissen muss es mit wintertauglichen Reifen versehen sein; in extremen Situationen können auch Schneeketten vorgeschrieben werden. Ist das Fahrzeug nicht mit Winterreifen ausgerüstet, entscheidet der Verkehrsexperte bei kritischen Strassenverhältnissen (Schnee, Eis auf den ordentlichen Prüfungsstrecken), ob aus Sicherheitsgründen zur Prüfungsfahrt gestartet werden kann.
Die Ausrüstung muss das Befahren von Autobahnen und Autostrassen gestatten. Aussergewöhnliche Fahrhilfen sind nicht gestattet; Kopfstützen dürfen nicht entfernt werden.
Moderne technische und elektronische Ausstattungen wie Speed-Limit, Parkdistanzkontrolle hinten und Abstandwarnung werden nicht als aussergewöhnliche Fahrhilfen im Sinne von Art. 88 Abs. 2 VZV eingestuft. Prüfungsfahrzeuge mit derartigen Fahrhilfen sind im Kanton Schaffhausen an den Führerprüfungen zugelassen.

Motorradprüfungen werden nur mit zweirädrigen -, der jeweiligen Kategorie entsprechenden Fahrzeugen abgenommen.
Für die Kategorie A oder A beschränkt muss das Fahrzeug zwei Sitzplätze aufweisen. Zubehörteile wie Rückenlehnen, Gepäckträger, Sturzbügel und Seitentaschen erhöhen die Unfall- und Verletzungsgefahr bei der Prüfungsabnahme erheblich. Sie erschweren oder verunmöglichen bei Sturzgefahr oder unzeitiger Wegfahrt aus dem Stillstand das notfallmässige Absteigen. Für die Führerprüfung muss eine motorradspezifische Sicherheitsausrüstung getragen werden.
Wird die A1-Prüfung auf einem Motorrad abgelegt, dessen Geschwindigkeit auf 45km/h beschränkt ist, dürfen nur solche Fahrzeuge gefahren werden.

In allen Fällen muss auf Lern- und Prüfungsfahrten auf der Rückseite des Fahrzeuges gut sichtbar eine blaue Tafel mit weissem "L" in vorgeschriebener Grösse angebracht sein.
Das Fahrzeug muss ordnungsgemäss eingelöst sein. Der Fahrzeugausweis ist mitzuführen. Bei Fahrzeugen der Kategorien B, C und C1 muss der /die Begleiter/in die Handbremse leicht erreichen und auch beim Tragen der Sicherheitsgurten wirksam betätigen können.
Auf einem Fahrzeug mit Kollektiv- oder Zollkontrollschildern sowie auf Mietfahrzeugen wird die Prüfung nur dann abgenommen, wenn der/die Bewerber/in zur Benützung berechtigt ist. Die schriftliche Ermächtigung ist vorzuweisen.

 

Allgemeine Prüfungsanforderungen

  • Korrekte, weitgehend automatisierte Fahrzeugbedienung
  • Die Anliegen des Umweltschutzes bezüglich Lärm und Abgase berücksichtigende Fahrweise
  • Frühzeitiges Erkennen von Gefahrensituationen und entsprechendes Verhalten
  • Vorschriftsgemässe Benützung von Fahrbahn und Fahrstreifen
  • Richtiges Verhalten beim Einfügen in den Verkehr, beim Einspuren, Abbiegen und beim Fahrstreifenwechsel
  • Differenzierte Fahrweise; den Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen angepasste Geschwindigkeit
  • Vorausschauendes Befahren von Verzweigungen unter Beachtung angemessener Vorsichtsmassnahmen
  • Verkehrsgerechte Handhabung des Vortrittsrechts
  • Angemessener Abstand beim Neben- und Hintereinanderfahren
  • Richtiges Verhalten an Fussgängerstreifen sowie gegenüber öffentlichen Verkehrsmitteln und deren Fahrgästen
  • Rücksichtnahme auf andere, besonders auf schwächere Verkehrsteilnehmer
  • Korrektes und sinnvolles Überholen
  • Den besonderen Verhältnissen bewusstes Befahren von Autobahnen und Autostrassen
  • Beachten der Signale und Bodenmarkierungen sowie der polizeilichen Weisungen
  • Selbständiges Fahren nach Wegweisern
  • Sichern des Fahrzeuges in Steigung und Gefälle
  • Wenden mit Benützen einer Einfahrt usw.
  • Rückwärtsfahren, geradeaus und in Kurven
  • Parkieren, vorwärts und rückwärts zwischen Fahrzeugen, die im rechten Winkel, schräg oder parallel zum Fahrbahnrand stehen
  • Ausführen der Manöver ohne Verkehrsbehinderung; zweckmässige Korrekturen