Kanton Schaffhausen



Thayngen-Kesslerloch, Höhle / Rentierjägerlager

Kesslerloch-Höhle (öffnet vergrössertes Bild in neuem Fenster)

Die Höhle Kesslerloch gehört zu den bedeutendsten Fundstellen der späten Eiszeit in Europa und lieferte Siedlungsspuren aus dem Jungpaläolithikum (Magdalénien-Kultur, 14 000–12 000 v.Chr.). Der Platz diente vermutlich den Jägergruppen während des Sommerhalbjahres als Treffpunkt für die saisonale Jagd. Die Höhle überdeckt eine Fläche von knapp 200 m2 und wird von einem Steinpfeiler unterteilt.

Anreise:
Ab Schaffhausen mit der Bahn nach Thayngen. Die Fundstelle liegt westlich des Bahnhofs (500 m zu Fuss der Bahnlinie entlang Richtung Schaffhausen). Ab Thayngen ausgeschilderte Anfahrt. Parkplätze in der Umgebung (über der Höhle und beim Tennisplatz). LK 1032, 694 100 / 289 050.

Besichtigung:
Zeitbedarf für Besichtigung ½ h. Frei zugänglich, ab Bahnhof rollstuhlgängig. Für Kinder geeignet. Picknickplatz (Vorsicht, Bahndamm!). – Funde sowie Diorama des Kesslerlochs im Museum zu Allerheiligen Schaffhausen; weitere Funde im Rosgartenmuseum Konstanz.

Weitere Informationen:
Rosgartenmuseum Konstanz (Hrsg.), Die Kultur der Eiszeitjäger aus dem Kesslerloch. 1984.
J.-M. Le Tensorer (wiss. Leitung), Die Schweiz vom Paläolithikum bis zum frühen Mittelalter. Bd. 1, Paläolithikum und Mesolithikum, S. 159, 173–181, 189–199 und 264. 1999.
Hannes Napierala, Die Tierknochen aus dem Kesslerloch. Neubearbeitung der paläolithischen Fauna. Beiträge zur Schaffhauser Archäologie 2. 2008. Erhältlich im Online-Shop.

Faltblatt