News

Diese Seite drucken (in neuem Fenster)
13.12.2018
Neues Medien- und Informatik-Konzept für die Schaffhauser Volksschulen

Der Erziehungsrat behandelte an mehreren Sitzungen das Lehren und Lernen mit digitalen Medien und verabschiedete nun das grundlegend überarbeitete Konzept zu 'Medien und Informatik'. Die heute gültigen ICT-Richtlinien von 2008 entsprechen nicht mehr der technologischen und gesellschaftlichen Realität. Das neue Konzept nimmt die Anforderungen an einen zeitgemässen sowie fächerübergreifenden 'Medien und Informatik'-Unterricht auf und zeigt, welche ICT-Mittel dazu benötigt werden. Voraussetzung sind eine entsprechende Infrastruktur und mobile Geräte. Die Gemeinden sind angehalten, aufgrund ihrer aktuellen Situation ein lokales Umsetzungskonzept zu erstellen.

Die Einführungsphase in den Schulen ist mit einem reduzierten Einstiegsszenario (bzgl. Infrastruktur und Geräteanzahl pro Klasse) möglich und muss bis zum vollständigen Ausbau spätestens im Jahre 2024 abgeschlossen werden.

Schule bleibt eine Verbundaufgabe zwischen Gemeinde und Kanton: Die Weiterbildung der Lehrpersonen sowie die Begleitung der Einführungs- und Betriebsphase obliegen dem Kanton; die lokale Infrastruktur und die Anschaffung der Lehrmittel resp. Geräte bleiben Gemeindeaufgabe.

Personelle Ressourcen sind für den technischen und neu für den pädagogischen Support notwendig. Diese Unterstützung benötigt für die zusätzliche Finanzierung noch die Zusage des Regierungs- und Kantonsrats, da eine kantonale Kostenbeteiligung vorgesehen ist.

Der Erziehungsrat ist überzeugt, den Schulen mit dem neuen Medien- und Informatik-Konzept eine solide Grundlage zu bieten, um den digitalen Herausforderungen der heutigen Gesellschaft gerecht zu werden.

Das Konzept wird ab dem 15. Dezember 2018 via Serviceplattform Bildung publiziert: schule.sh.ch | Medien und Informatik | Konzept und Weisungen

Anpassungen Zeugnis hinsichtlich Lehrplan 21

Die Einführung des "Lehrplan 21 Kanton Schaffhausen" bedingt Anpassungen am Zeugnis der Volksschulen. Diese tangieren neben (Fächer-)Bezeichnungen auch pädagogische Fragestellungen, beispielsweise im Bereich "Selbst- und Sozialkompetenzen". Ziel ist, so wenig wie möglich und so viel wie nötig zu ändern.

Die Abteilung Schulentwicklung und Aufsicht erstellte Zeugnisentwürfe und legte sie Vertretungen aller Lehrerkonferenzen anlässlich eines Hearings vor. Unter Berücksichtigung dieser Inputs überarbeitete der Erziehungsrat die Zeugnisformulare.
Für den Kindergarten wird es künftig eine Besuchsbestätigung geben. Die Schülerinnen und Schüler der 1. bis 4. Klasse der Primarschule erhalten das neue Zeugnis erstmals im Juli 2020, diejenigen der 5. und 6. Klasse der Primarschule sowie der 1. bis 3. Klasse der Sekundarstufe I im Januar 2020.

Gesetzesvorlage zu privatem Unterricht in Erarbeitung

Der Erziehungsrat diskutierte – basierend auf einem Statusbericht – diverse Grundsatzfragen betreffend den privaten Unterricht und erteilte im Anschluss den Auftrag, das Schulgesetz zu überarbeiten und die Thematik "Homeschooling" zu regeln. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich Mitte des nächsten Jahres vorliegen.