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11.06.2018
Altgras Vernetzungsprojekt Randen fördert die Artenvielfalt

Bei 16 von insgesamt 17 Vernetzungsprojekten im Kanton Schaffhausen lassen die Landwirte 10 Prozent der extensiven Wiese stehen. Mit diesem Altgrasstreifen fördern sie die Artenvielfalt. Es ist Teil der Auflagen der 16 Vernetzungsprojekte. Jetzt zieht das Vernetzungsprojekt Randen nach. Seit diesem Jahr lassen die Landwirte, die an diesem Projekt teilnehmen auch im Randengebiet einen Streifen Altgras stehen. Damit soll der abnehmenden Artenvielfalt entgegengewirkt werden.

Seit 2016 verpflichten sich Landwirte, die an den 16 verschiedenen Vernetzungsprojekten des Kantons Schaffhausen teilnehmen, 10 Prozent ihrer extensiven Wiesen stehen zu lassen. Damit fördern sie die Artenvielfalt. Wenn die Wiese gemäht wird, können sich Insekten und Kleintiere wie beispielsweise Schmetterlinge, Bienen, Heuschrecken oder auch Feldhasen und Baumpieper ins Altgras zurückziehen. Im Altgras finden sie Nahrung, können sich fortpflanzen und überwintern. Im Altgras können sich zudem spätblühende Pflanzen versamen.

Neu werden auch Landwirte, die am Vernetzungsprojekt Randen teilnehmen, 10 Prozent ihrer Wiesen stehen lassen. Die Altgrasstreifen sind im Randengebiet von grosser Bedeutung, da in diesem Gebiet viele seltene Tagfalter, Heuschrecken und bodenbrütende Vögel leben. Zudem ist der Randen im Kanton Schaffhausen das grösste Vernetzungsprojektgebiet und durch die vielen Trockenwiesen ein schweizweit anerkanntes Kleinod für Biodiversität.

Das Vernetzungsprojekt Randen ist das letzte der insgesamt 17 Vernetzungsprojekte des Kantons, welches zur Auflage hat, Altgrasstreifen stehen zu lassen. Die ungemähten Streifen sind ab dem ersten Schnitt im Juli sichtbar und bleiben auch über den Winter stehen. Die Landwirte die am Vernetzungsprojekt Randen teilnehmen, müssen diese Auflage für die gesamte Projektdauer von drei Jahren, von 2018 bis 2021, erfüllen.

Die Landwirte erhalten für diese Aufgabe Beiträge zur Förderung der Biodiversität. Die Kosten werden vom Kanton und vom Bund getragen. Die Mittel, die der Kanton dafür zur Verfügung stellt, werden dem Natur- und Heimatschutzfonds belastet. Verantwortlich für das Vernetzungsprojekt Randen ist das Planungs- und Naturschutzamt. Es ist für die Projektplanung und Beratung zuständig. Landwirte können beim Planungs- und Naturschutzamt kostenlos eine Altgrastafel beziehen, welche über die Altgrasstreifen informiert.